Der Fänger im Roggen – Zitate

„Es ist mir gleich, ob es ein trauriger oder ein schlimmer Abschied ist, aber wenn ich von wo weggehe, möchte ich gern auch begreifen, dass ich von da weggehe. Wenn das nicht so ist, geht’s einem noch dreckiger.“

„[…] es ist eben nicht die ganze Wahrheit. Immer glauben die Leute, etwas ist die ganze Wahrheit.“

„Manchmal benehme ich mich um einiges älter, als ich bin – wirklich -, aber das merkt dann bloß keiner. Die Leute merken nie was.“

„Machst du dir über deine Zukunft denn gar keine Gedanken, mein Junge?“ – „Ach, ich mache mir schon Gedanken über meine Zukunft. Sicher. Doch, ja.“ Ich dachte eine Weile darüber nach. „Aber nicht viele, glaube ich. Nicht sehr viele, glaube ich.“ – „Das kommt noch“, sagte der gute Spencer. „Das kommt noch. Aber dann ist es zu spät.“
So etwas hörte ich nicht gern von ihm. Das klang, als wäre ich tot oder so was. Es war sehr deprimierend.

„Ich würde keinem „Viel Glück!“ hinterherschreien. Es klingt furchtbar, wenn man’s sich recht überlegt.“

„Ich bin ziemlich ungebildet, aber ich lese viel.“

„Was mich richtig umhaut, sind Bücher, bei denen man sich wünscht, wenn man es ganz ausgelesen hat, der  Autor, der es geschrieben hat, wäre irrsinnig mit einem befreundet und man könnte ihn jederzeit, wenn man Lust hat, anrufen. Das kommt aber nicht oft vor.“

„Aber man weiß nie – bei der Mutter von jemand, meine ich. Mütter sind alle leicht gestört.“

„Es ist nichts sehr Ernstes. Ich habe einen klitzekleinen Tumor im Gehirn.“

„Das ist die Sache mit Mädchen. Jedes Mal, wenn sie was hübsches machen, auch wenn sie nicht besonders ansehnlich sind oder sogar, wenn sie irgendwie dumm sind, verliebt man sich halb in sie, und dann weiß man nicht mehr, wo man überhaupt noch steht.“

„Die Leute klatschen immer bloß bei den falschen Sachen.“

„Immer sage ich zu Leuten, bei denen ich mich überhaupt nicht freue, sie kennengelernt zu haben: „Es freut mich, Sie kennengelernt zu haben.“ Aber wenn man am Leben bleiben will, muss man so Kram sagen.“

„Immer machen die Leute einem was kaputt.“

„Manche verbringen Tage damit, was Verlorenes zu suchen. Ich habe anscheinend gar nichts, was mir was ausmachen würde, wenn ich es verloren hätte.“

„Das ist das Dumme daran: Wenn man sehr deprimiert ist, kann man nicht mal denken.“

„Manche Sachen, die sollten bleiben wie sie sind. Man sollte sie in einen großen Glaskasten stecken können und sie einfach so lassen.“

„He, Sally?“ sagte ich. „Was?“, sagte sie. „Hast du schon mal die Nase voll gehabt?“, sagte ich. „Also, hast du schon mal Angst gehabt, dass alles scheußlich wird, wenn du nicht was tust?“

„Wer will schon Blumen, wenn er tot ist? Keiner.“

„Es ist komisch, man braucht bloß was zu sagen, was keiner versteht, dann machen die Leute praktisch alles, was man will.“

„Aber, was ich sagen will, ganz oft weiß man doch gar nicht, was einen am meisten interessiert, sondern erst, wenn man anfängt, über etwas zu reden, das einen gar nicht am meisten interessiert.“

„Dieser Abgrund, auf den du da zurennst – das ist ein besonderer, ein ganz schrecklicher Abgrund. Dem Menschen, der fällt, ist es nicht vergönnt, zu spüren oder zu hören, wie er unten aufschlägt. Er fällt und fällt einfach immer weiter. Dieses Konstrukt ist für Menschen gedacht, die an irgendeinem Zeitpunkt in ihrem Leben nach etwas suchten, was ihre Umgebung ihnen nicht bieten konnte. Oder wovon sie glaubten, ihre Umgebung könne es ihnen nicht bieten. Also gaben sie die Suche auf. Sie gaben sie auf, bevor sie überhaupt richtig damit angefangen hatten.“

„Der unreife Mensch kennzeichnet sich dadurch aus, dass er edel für eine Sache sterben will, der reife dadurch, dass er bescheiden für eine leben will.“

„Ich glaube, irgendwann musst du herausfinden müssen, wo du hin willst. Und dann musst du auch da hingehen. Aber sofort. Du kannst es dir nicht leisten, auch nur einen Augenblick zu verlieren. Du nicht.“

„Unter anderem wirst du erkennen, dass du nicht der Erste bist, der vom menschlichen Verhalten verwirrt und verängstigt und sogar angewidert ist. Damit stehst du keineswegs allein, wie du zu deiner Begeisterung und Anregung erfahren wirst. Viele, viele Menschen waren moralisch und geistig ebenso umgetrieben, wie du es jetzt bist.“

„Und es ist nicht Bildung. Es ist Geschichte. Es ist Poesie.“

„Irgendwie ist das aussichtslos. Selbst wenn man Millionen Jahre dafür hätte, könnte man nicht mal die Hälfte aller „Fuck You’s“ auf dieser Welt wegwischen. Es ist unmöglich.“

„Erzählt nie einem was. Denn sonst vermisst ihr alle mit der Zeit.“

Bild

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s